22.05.2015

Gestern, heute und es kriselt

Dass ich momentan recht schreibfaul bin, habt Ihr ja sicherlich schon an den wenigen Posts und Kommentaren bei Euch in letzter Zeit gemerkt. Sogar der kleine Kater musste neulich für mich einspringen, damit es hier nicht so ganz ruhig bleibt :-). 
Jetzt haben wir die Jahreszeit, in der ich mich viel lieber draußen aufhalte und weniger im Netz bin. Das geht sicherlich vielen von Euch so. Mein Nähzimmer ist in den letzten Wochen auch recht verwaist, so dass es fast nichts Kreatives zu zeigen gibt und ich fürchte, das wird auch vorläufig erst mal so bleiben. Ein "Sommer-Loch" oder so... Dafür verändert sich der Garten fast täglich. Ich liebe es, schon früh morgens durch den Garten zu spazieren und zu gucken, was sich über Nacht getan hat. Heute morgen war die erste Clematisblüte aufgeblüht.







Unter dem alten Kirschbaum haben die beiden selbst gezogenen Drachenbäume aus dem mitgebrachten Samen von La Palma ihren Sommerplatz gefunden. Das kleine Mandelbäumchen (ebenfalls selbst gezogen) hat es nach dem Aufenthalt im Winterquartier vorgezogen, von einem Tag zum anderen einzugehen. Ich habe es abgeschnitten und den Topf einfach mal unter den Kirschbaum gestellt. Vielleicht habe ich ja Glück und es schlägt noch einmal neu aus.



Und dann krisel ich auch ein bisschen vor mich hin. In wenigen Tagen beginnt für mich eine "Nullrunde", ich lasse ein Jahrzehnt hinter mir. Das ist ja nun nicht unbedingt ein Grund für eine Krise, aber mit der Zahl, die da nun demnächst vor dieser Null stehen wird, damit komme ich augenblicklich nicht klar. Eine "5" wäre jetzt schön, aber die ist ja demnächst Vergangenheit. Im Gegensatz zu vielen, die mit Beginn der "5" in eine Krise fallen, hat mir das vor zehn Jahren gar nichts ausgemacht. Das ist jetzt anders. Die Frage, ob das Glas/mein Leben noch halbvoll oder schon halbleer ist der erschreckenden Erkenntnis gewichen, dass die Zahl der kommenden Jahre definitiv kleiner sein wird, als die der vergangenen. Praktisch weiß man das ja alles, aber theoretisch fühlt sich das nun plötzlich ganz anders an und ich arbeite (im Moment noch mühsam) daran, mir mehr Gelassenheit im Umgang damit anzueignen. Gar nicht so leicht, sage ich Euch und mich würde wirklich interessieren, wie Ihr mit diesem Thema umgeht.

11.05.2015

Bin geschafft...

Dosine hat mir aufgetragen, dass ich mich ganz kurz bei Euch melden soll, bevor Ihr denkt, es gibt uns nicht mehr. 
Da ich vom gestrigen Tag und dem langen Nachtbummel auch noch recht erschöpft bin, fasse ich mich also kurz. Dosine wühlt bei dem Wetter im Garten und hat Henry und mir einen schönen neuen Obst- und Kräutergarten gestaltet. Allerdings fragen wir uns, was wir mit Obst und Kräutern anstellen sollen. Noch nicht mal Katzenminze hat sie gepflanzt und der Kirschbaum ist viel zu mickrig, um auf ihm herum zu klettern. Der fliegende Braten mit den Federn, der sich dort immer sehen lässt, lässt sich dummerweise von uns nicht einfangen.



Gestern hatten wir Besuch. Das war anstrengend, sag ich Euch. Ständig wollte mich jemand streicheln oder mit mir spielen. Als es mir zuviel wurde, bin ich auf meinen großen Kirschbaum geklettert, aber dort war es nicht gemütlich genug zum sitzen.





 
Von dort oben hatte ich aber den bequemen Liegestuhl im Blick, auf dem sich ein Besucher niedergelassen hatte. Als der mal kurz aufstand habe ich die Gelegenheit genutzt... :-))


Und jetzt leg ich mich wieder auf´s Ohr, denn ich bin noch ziemlich müde von meiner langen Mainacht gestern Abend.


Bis bald mal wieder.

04.05.2015

Wonnemonat

Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber der Mai ist mein liebster Monat. Überall grünt und blüht es und tagtäglich kann man dabei zusehen. Alleine die verschiedenen Grüntöne der Bäume faszinieren mich jedes Jahr aufs neue. Auf einmal sind sie da, quasi über Nacht. Herrlich ist das. 
Meine überwinterten Sommerblumen aus dem letzten Jahr entwickeln sich prächtig und sind inzwischen auch schon auf die geschützte Terrasse umgezogen, bleiben auch nachts draußen. Frost ist ja erst mal nicht in Sicht und wenn, sind sie schnell zusammengeräumt und mit Vlies abgedeckt. In den nächsten Tagen werde sie dann auf ihren Stammplatz umziehen. 



Gestern Nachmittag habe ich bei dem Regenwetter im kleinen Wintergärtchen gesessen und Gartenpläne geschmiedet. Das kleine Beet unter dem Küchenfenster werden wir zu einem Obstgarten umfunktionieren. Es war in den letzten beiden Jahren unser Stiefkind und beherbergt mit Ausnahme eines alten Salbeistrauches fast nur wilde Erdbeeren, die sich dort ausgesät hatten. Und es ist Tummelplatz zahlreicher gefiederter Gesellen, weil wir dort das Vogelhäuschen aufgestellt haben, das man vom Essplatz in der Küche aus gut sehen kann.
Als erstes wird auf dem Beet der Kübel-Kirschbaum Platz finden. Leider sieht er in diesem Jahr erbärmlich aus, er hatte nämlich einen massiven Befall von schwarzen Läusen, so dass mir nichts anderes übrig blieb, als ihn mit entsprechenden Mitteln zu behandeln. Nun sind viele Blätter braun und stellenweise Äste kahl. Auf Kirschen werden wir dieses Jahr wohl verzichten müssen, aber gestern habe ich entdeckt, dass der Baum an manchen Stellen schon wieder zaghaft neue Blättchen treibt. Das lässt hoffen, dass er sich wieder erholen wird. Ins neue Obstgärtchen sollen dann noch schwarze Johannisbeere, Stachel- und Goji-Beere einziehen und ganz am Rand werde ich eine kleine Kräuterecke anlegen. Aber zuerst muss der schwere Lehmboden ein bisschen aufgearbeitet werden. Sobald die Erde ein bisschen abgetrocknet ist geht es los. Da das aber noch ein oder zwei Tage dauern wird, fahre ich nachher in den großen Gartenmarkt, auch wenn Herr Glasperlengarten heimlich mit den Augen rollt. Vermutlich befürchtet er neue Gartenideen ... 



Habt einen schönen Wochenanfang und genießt den Wonnemonat Mai!

03.05.2015

Von Mäusen und einem neuen Heckenbewohner

Erst mal sage ich vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meinem Mäuse-Posting. "Pieks", meinem kleinen Nadelmäuschen aus dem Nähzimmer geht es gut und ich soll Euch ausrichten, dass ihm die Nadeln auf dem Rücken nichts ausmachen. Ihr braucht Euch also keine Sorgen zu machen :-)...

Seid Ihr alle gut in den Mai gekommen? Auch wenn es heute mal wieder grau ist und fast den ganzen Tag regnen soll, es ist mein Lieblingsmonat. In keinem anderen Monat wächst, grünt und blüht es so dermaßen schön. Jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken und so stieß ich gestern bei meinem Gang durch den Garten auf einen neuen Heckenbewohner, der sich häuslich im Strauchwerk und zwischen den Azaleenblüten eingerichtet hatte und sich köstlich amüsierte, weil er mich erschreckt hatte:




 




Habt einen schönen Mai-Sonntag und morgen einen guten Start in die neue Woche.

28.04.2015

Neue Mäuseart entdeckt

Bei uns ist das Wetter nicht so schlecht geworden wie angekündigt. Gestern hat es immer mal wieder geregnet und es ist auch erheblich kühler geworden. Das richtige Wetter, um mal endlich wieder ins Nähzimmer zu gehen. Das hätte ich schon längst tun sollen, dann hätte ich sie vielleicht schon viel früher entdeckt. Da saß nämlich ein kleines Mäuschen und blitzte mich mit schwarzen Knopfaugen listig an. Ich gehöre zu den Menschen, die keine Angst vor Mäusen haben und deshalb klettere ich auch nicht auf Tische oder Stühle, sondern guck sie mir genauer an. Auch wenn viele das anders sehen, ich finde Mäuse putzig und mir tut jede leid, die in die Fänge unserer beiden Kater gerät. Aber weder die kleine Nervensäge noch Sir Henry waren im Haus, die Maus war also sicher.
Das Mäuschen im Nähzimmer war ein ganz besonderes Exemplar, das sah man auf den ersten Blick. Eine ungewöhnliche Fellfarbe hatte sie, dazu auch noch getupft. Nur die Öhrchen und der lange Schwanz waren grau. Habt Ihr so etwas schon mal gesehen? Nein? Ich bis gestern auch nicht. Das musste eine ganz neue Mäuseart sein. Ihre schwarzen Knopfaugen beobachteten mich, während ich langsam näher schlich. Nur ihre dünnen Schnurrbarthaare zitterten ein bisschen, aber nur so lange bis sie merkte, dass ich ihr nichts tun wollte. Glücklicherweise hatte ich meinen Fotoapparat mitgenommen, weil ich meine letzten Quiltversuche fotografieren wollte. Mäuschen blieb ganz still sitzen, als ich sie fotografierte:

Das ist "Pieps" die Nadelmaus :-)))

Sieht so aus, als würde "Pieps" Akupunktur gefallen... (Das Schnittmuster ist von Pattydoo)



"Pieps" hat sich inzwischen häuslich in meinem Nähzimmer eingerichtet und bewacht die Nadelfee. Weil ich schon recht lange nicht mehr beim Creadienstag war, huschen Nadelmäuschen und ich jetzt mal dort hin.

27.04.2015

Konservierte Sonne

Grau und regnerisch fängt die Woche an. Die Temperaturen sollen noch sinken und nachts kann es auch wieder frostig werden. Aber wir haben ja auch erst Ende April und außerdem lauern die Eisheiligen noch auf uns. So mutig wie manch ein Gartenbesitzer, der Töpfe und Schalen schon mit Sommerblumen bepflanzt hat, bin ich noch nicht. Ich warte lieber noch ein bisschen ab. Meine im Keller überwinterten Geranien habe ich aber schon umgetopft und bei dem schönen Wetter der letzten Zeit tagsüber zum Abhärten an die frische Luft befördert. Abends mussten sie allerdings wieder zurück ins Winterquartier. Sicher ist sicher... Es wäre wirklich schade, wenn sie jetzt verfrieren würden, denn so kräftig und  voller Blüten sahen sie selten im Frühjahr aus und eingegangen ist auch keine einzige. 

Damit Ihr Euch bei dem grauen Himmel wie ich auf die nächste schöne Wetterperiode freuen könnt, zeig ich Euch noch ein paar Blumenbilder aus dem Garten, sozusagen "konservierte Sonne" aus der letzten Woche:




Habt einen guten Start in die neue Woche.

24.04.2015

Zum letzten Mal

für die nächste Zeit soll es heute noch mal einen schönen warmen und sonnigen Frühlingstag geben. Nutzen wir ihn und erfreuen uns an all der Blütenpracht. Die Natur kann zwar Regen gebrauchen, aber was der Wetterbericht für die kommenden Tage verheißt, lässt erst mal für längere Zeit nicht mehr an T-Shirt und Gartenbuddeleien denken.
Also, ab nach draußen und noch mal Sonne tanken, bevor wir wieder die Heizung andrehen müssen...






Habt einen schönen Start ins Wochenende.

22.04.2015

Schnurrendes Dankeschön

Bevor ich gleich wieder auf Abenteuertour gehe, will ich mich noch schnell bei Euch für all die tollen und lieben Kommentare bedanken, die Ihr für meinen gestrigen Bericht hinlassen habt! Große Freude darüber, dass Ihr so gerne von mir lest und mich verstanden habt, weil ich sauer auf meine Nicht-Spaß-Dosine war.
Manchmal frag ich mich, wer von uns beiden eigentlich die Nervensäge ist...... diabolisches Katergrins ;-). Ich bin es jedenfalls nicht, ich bin nämlich ein "Goldkater", jawohl! Das hat Betty über mich gesagt und dafür kriegt sie ein extra schnurrendes Dankeschön. Von mir aus kann Dosine ihr komisches Gold, das angeblich aus der Pfanne kommt und dieses noch komischere Katzengold ruhig behalten. Ich bin nämlich ein Goldkater und ich bin vor allem echt!!!


Mit Dosine habe ich mich inzwischen versöhnt und schnurre ihr auch wieder etwas vor. Ich tu ihr auch jetzt den Gefallen und erzähle Euch noch schnell, dass sie etwas Feines für Teetrinker abzugeben hat. Guckt mal hier.
Aber jetzt muss ich weg, Kater Toni von gegenüber wartet schon auf mich. Wir ziehen nämlich gleich zusammen los und gehen gemeinsam auf Entdeckungstour.
Schnurrende Grüße 

Ach ja, von Sir Henry auch einen schönen Gruß. Der ist mal wieder zu faul zum schreiben und sein Diätfutter verweigert er auch standhaft.

21.04.2015

Plötzlicher Reichtum...

Halloooo, habt Ihr mich schon vermisst? Ich bin aber noch da und der Sir Henry auch. Bei dem derzeitig schönen Frühlingswetter halten wir uns (ich jedenfalls) aber fast den ganzen Tag draußen auf. Dosine hat unseren Garten fein gemacht, überall sind bunte Blümchen, sogar auf den Bäumen! Ich bin auf unseren großen Kirschbaum geklettert und hab mir das mal alles von oben angeguckt. Und dann hatte ich die plötzliche Eingebung, dass in meinem großen Gartenreich ein Schatz vergraben sein könnte, den noch niemand entdeckt hat. Ich bin also vom Baum runter und habe mit der Buddelei losgelegt. 


Hier muss es sein.

Ich kann ihn schon riechen.


Es hat ein Weilchen gedauert, während meine Dosenöffner meinem Treiben amüsiert zusahen. Aber die sollten sich noch wundern, denn ich hatte recht und nun sind wir reich. Jawohl, ich bin nämlich auf Gold gestoßen, richtig echtes Gold! Guckt hier:



Aber Dosine, diese Spaßverderberin meinte, ich wäre ein flunkernder Kater, denn die Goldkörner hätten sie und mein Dosenöffner vor vielen Jahren ganz weit weg am anderen Ende der Welt in Neuseeland eigenhändig in einer Goldpfanne gewaschen.



Hmm... gewaschen??? Ich dachte immer, man findet Gold, aber waschen? Und dann auch noch mit einer Pfanne? Hier bei uns in der Küche brutzelt in der Pfanne Hühnchen aber doch kein Gold! Jedenfalls fragte ich mich sofort, wer denn nun von uns beiden wirklich flunkert...
Und dann lachte sie mich auch noch aus, als ich ihr noch mehr Gold präsentierte und meinte nur, das wäre doch "Katzengold". Also bitte, wenn schon, dann ist das "Katergold"! Tsss...




 
Und nun bin ich erst mal beleidigt... wegen Dosine, dieser Spaßbremse...



19.04.2015

Frühlingssonntag

Genießt ihn!