23.08.2014

Ein Leben ohne Träume

geht genauso wenig wie ein Garten ohne Blumen, findet Ihr nicht?
Ich glaube, jeder von uns trägt irgendwelche mehr oder weniger erfüllbaren Träume in sich, manchmal große, manchmal kleine und einige davon trägt man vielleicht auch schon seit der Kindheit mit durch´s Leben. 
Yvonne vom Atelier Wichtelhüsli hat neulich einen schönen Post darüber verfasst und berichtet, welchen Traum sie sich erfüllt hat. Ihren Worten kann ich nur beipflichten. Was wäre ein Leben ohne Träume? Träume sind für mich das Salz in der Lebenssuppe. Aber das Leben ist nicht unendlich und manchmal ändert es sich schlagartig und schlimmstenfalls ist an Wünsche erfüllen dann nicht mehr zu denken. Also, wenn man kann, sollte man das, von dem man schon lange geträumt hat, eines Tages auch machen, wobei sich nicht zwangsläufig jeder Traum erfüllen muss. Unerfüllte Träume gehören vermutlich genauso zum Leben wie erfüllte. Aber ich persönlich fände es schlimm, eines Tages im Alter dazu sitzen und zu sagen: Ach, hätte ich doch nur...

Ich hatte das große Glück und durfte mir einige meiner schon seit Kindheit bestehenden Träum erfüllen. So war ich mit dem Huskyschlitten und auch mit dem Kanu in der kanadischen Wildnis unterwegs. Unvergessliche Abenteuer, die ich niemals mehr vergessen werde und wenn ich mir meine Reiseberichte durchlese, ist sofort alles wieder da. Eine Pferdetour stand eigentlich nicht an erster Stelle meiner Wunschliste, aber als wir eines Tages ganz unverhofft die Gelegenheit dazu bekamen, überlegten wir nicht lange und sagten spontan zu. Während ich die Husky- und Kanutour alleine gemacht hatte (mein Herr Glasperlengarten ist nicht so abenteuerlustig wie ich), gingen wir diesmal zu Zweit auf die Reise - wir hatten beide bis auf unsere gemeinsame Tierliebe keinerlei Pferdeerfahrung. Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass wir bis dato natürlich auch nicht reiten konnten... Aber einmal ist halt immer das erste Mal und dann war plötzlich alles fest gebucht: Abenteuertour per Pferd durch die Einsamkeit von Nordkanada!



Die Inhaber der Pferderanch, bei denen wir das Pferdeabenteuer erleben wollten, hatten uns zuvor den Rat gegeben, hier zuhause ein paar Reitstunden zu nehmen, damit wir nicht völlig ahnungslos auf die Vierbeiner treffen würden. Nachher waren wir froh, ihrem Rat gefolgt zu sein, denn besonders ich hatte das Reiten unterschätzt, weil ich dachte, wenn ich die Huskytour geschafft habe, würde das hier auch nicht schwieriger sein. Mit der ersten Reitstunde auf einem Reiterhof in unserer Nähe änderte ich meine Meinung.

AIDA hieß mein Pferd, mit dem ich zuhause meine ersten Reitversuche machte. Ich hatte meine Reitlehrerin darum gebeten, dass sie mir nicht so ein Riesentier geben sollte. Selbstverständlich, das wäre doch kein Problem, und im nächsten Moment stand ich vor der AIDA-Pferdebox und schluckte. Dass Pferde größer sind als Huskys war mir ja bekannt, aber wirklich sooo groß? In meinem Hirn ratterte nur ein Gedanke: Wie soll ich da rauf kommen, ohne dass der gesamte Pferdestall und das Personal vor Lachen am Boden liegen? Zu meiner Beruhigung gab es einen Stuhl im Reitstall. Ich hatte also nicht als Einzige das Problem. Erleichterung pur. Aber nur so lange, bis ich sah, wie hoch der Steigbügel letztendlich vom Sattel hing, also trotz Stuhl immer noch viel zu hoch. Ich hing nun da, linker Fuß im Steigbügel, rechter auf dem Stuhl, Schweiß stand mir auf der Stirn, und ich gluckste nur noch vor mich hin: "Ich komm da nicht drauf!" Antwort: "Doch, das schaffen Sie!" Schwung nehmen, rechtes Bein über das Pferd schwingen und oben sei ich. Ich sah mich voller Elan übers Pferd fliegen und auf der anderen Seite im hohen Bogen unsanft auf der Erde landen. Außerdem gab es nur einen ganz schmalen Griff am Sattel, an dem man sich festhalten konnte und ich hatte Angst, ich würde mit meinem Schwung das ganze Pferd umwerfen ... Himmel! Wo war das nächste Mauseloch, in das ich mich am liebsten auf der Stelle verkrochen hätte?

Nach dem dritten Anlauf, nun schon voller Panik, saß ich auf einmal im Sattel. Erleichterung. Man, was war das hoch! Genickbruch wäre das Mindeste, was mir blühen würde. Noch stand der Vierbeiner ja brav auf der Stelle, aber wie um Himmels Willen sollte ich mich denn wo festhalten und vor allem oben bleiben, wenn der lostraben würde? Die nächsten Gedanken waren: Sofort die Pferdetour absagen, das kann man unmöglich überleben! Und dann noch in der Wildnis, wo es bergauf, bergab geht und womöglich noch an steilen Abhängen entlang. Minuten später trabte ich dann schon wesentlich lockerer an der Longe durch die Reithalle, fand sogar den Mut, den Griff am Sattel ganz loszulassen. Ich fand mich richtig klasse, auch wenn es mit der Haltung noch nicht stimmte. Dass so ein Hochgefühl nicht lange anhalten würde, hätte mir ja eigentlich spätestens zu diesem Zeitpunkt klar sein müssen. Jedenfalls kam die nette Dame am anderen Ende der Longe plötzlich auf die Idee, nun wäre es höchste Zeit, dass ich auch mal traben sollte, d.h., AIDA sollte traben und ich musste natürlich mit. Irgendwann hatte ich den Bogen raus, wann ich mich im Rhythmus des seichten Galopps in die Steigbügel stemmen und aus dem Sattel erheben und mich wieder setzen musste. Mittlerweile lief der Schweiß nur noch in Strömen, es war Anstrengung pur. Von wegen: In den Sattel setzen und los gehts! Aber von Runde zu Runde merkte ich, wie ich spürbar lockerer wurde. Es fing an, richtig Spaß zu machen, zumal ich auch immer mehr das Gefühl hatte, sicherer im Sattel zu werden. Einem beginnenden Übermut musste da natürlich sofort eine Grenze gesetzt werden. Also: Pferd anhalten, und nun ging es in der entgegen gesetzten Richtung im Kreis herum. Ich fand das sehr schwierig und verlor erst mal meine Sicherheit auf dem Pferd. Aber auch das ging irgendwann immer besser und auf einmal war die Reitstunde vorbei. Das Runterkommen war übrigens überhaupt kein Problem. Trotzdem hab ich mich eine Sekunde lang gefragt, wer von uns beiden wohl froher war, diese Stunde mit heiler Haut überstanden zu haben, das Pferd oder ich ...

Wenige Wochen später standen wir dann auf der Ranch in Kanada ... 


Wenn Ihr wissen wollt, wie das alles weitergegangen ist, kann ich Euch demnächst ja mal ein bisschen mehr erzählen. Wollt Ihr?

20.08.2014

Lausch(er)angriff...

Falls Ihr Euch wundert, dass es auf meinem Blog immer noch recht still ist und ich auch ziemlich wenig bei Euch kommentiere: Mit mir ist augenblicklich nicht besonders viel los. Nach kurzfristiger Besserung haben irgendwelche bösen Wesen den nächsten Angriff auf meine Öhrchen gestartet mit dem Ergebnis, dass ich nun weder rechts noch links gut höre und die anderen damit verbundenen Beschwerden sind auch nicht gerade lustig. Die Nebenwirkungen der Medikamente sind es ebenfalls nicht und da ich Euch nicht nur was vorjammern will, ist es hier halt ruhiger als sonst. Heute zeigen sich die ersten Anzeichen einer Besserung, das lässt hoffen! Ihr wisst ja, Unkraut vergeht nicht! 

Vor ein paar Tagen habe ich gemeint, ich müsse jetzt endlich mal wieder ein bisschen kreativ werden und habe mich an meine Nadelfee gesetzt. Das hätte ich besser sein gelassen, denn was dabei heraus kam, war vermurkst, also ein Fall für den Abfallkorb.
Aber das wird schon wieder, nur jetzt ist dafür wohl nicht die richtige Zeit. Und deshalb habe ich bisher auch noch nicht an meiner Quiltdecke weitergemacht. Dabei muss ich ja "nur" noch die Schichten zusammenfügen und die Decke dann quilten... Damit warte ich aber mal lieber auf bessere Zeiten. Momentan hat das wohl eher keinen Zweck und es wäre nun wirklich schade, wenn ich mir die wirklich schöne Decke vermurkse. Ich warte also auf "Öhrchen gut, alles gut" - oder so ähnlich :-)))

Wettertechnisch scheint heute endlich mal wieder ein bisschen die Sonne, aber ansonsten hat der Regen der letzten Tage im Garten seine Spuren hinterlassen. Dass der Herbst naht, ist inzwischen nicht mehr zu übersehen. Der Sommerblütenrausch ist vorbei, abends wird es schon erheblich früher dunkel, Blätter verfärben sich und unser Haselnussstrauch trug noch nie so viele Früchte wie in diesem Jahr. Aber ich liebe ja diese Jahreszeit und die damit verbundenen Temperaturen sowieso! Knapp 20° wie heute, ein bisschen Sonne und ein frisches Lüftchen - herrlich! Und herrlich ist auch die Blüte der neugepflanzten Rispenhortensien. Die finde ich dermaßen schön, dass ich mittlerweile schon Pläne für eine teilweise Umgestaltung unseres Vorgartens geschmiedet habe... 




13.08.2014

M M M

Guckt mal hier, ist das nicht ein wunderbarer Mystischer Mittwoch Morgen?
Es sieht ein bisschen wie im Regenwald aus, oder? Allerdings bin ich froh, dass ich dort nicht wohne, denn endlich haben wir wieder frische und kühlere Luft. Aber der Anblick heute Morgen war einfach zauberhaft und ich habe lange zugesehen, wie sich der Nebel allmählich auflöste und immer mehr Sonnenstrahlen die langsam herbstlich werdende Landschaft in sanftes Morgenlicht tauchte.




Vielleicht habe ich heute Glück und darf mir heute Abend etwas wünschen, denn es soll ja die Nacht der Sternschnuppen werden. 


12.08.2014

Das war wohl nichts...

Gründlich daneben gegangen ist gestern der nächste Untersetzer. Diesmal hatte ich roten Filz als Stickgrundlage genommen, ein Fehler, wie sich recht bald herausstellte. Bei dieser kompakten Stickmusterdatei sollte man keinen farbigen Untergrund nehmen, wie ich jetzt weiß (Ihr seht, ich bin auch noch im fortgeschrittenen Alter lernfähig, hihi). Die große Stickfee grummelte zwar nicht mehr so wie noch am Tag zuvor, aber was sie da vor meinen Augen stickte, gefiel mir von Stich zu Stich immer weniger. Es war ein wüstes buntes Durcheinander und dann hatte die Datei auch noch einen Fehler, übersprang einfach ein Muster. Und überhaupt das Muster: Es gefiel mir längst nicht so gut wie das, was ich am Tag zuvor ausprobiert hatte:


Fazit: Dieses Stickmuster wirkt nur auf einem schlichten Untergrund, also werde ich bei grauem Filz bleiben und demnächst einen neuen Versuch mit einem anderen Muster starten. Der unfertige Untersetzer war seit langer, langer Zeit ein Teil, das in dem Korb "weg damit" landete... 
Beim nächsten Mal wird´s besser, hoffe ich.
Danke Euch allen für Eure Kommentare zum Zackenrand. Ihr habt das bestätigt, was ich selbst auch immer dachte: Dieser Rand ist einfach schön und passt richtig gut zu solchen Untersetzern. Und falls er mal eine kleine Unebenheit hat, dann ist das halt so. Es muss nicht immer alles total perfekt sein, auch wenn ich leider so veranlagt bin... Ich bleibe dran und übe mich dann mal im unperfekt-Sein :-))

Da ich ja nun leider heute nichts Neues zu zeigen habe, hüpfe ich mal schnell mit dem Untersetzer von gestern zum heutigen CreaDienstag.


11.08.2014

Sag ich doch...

Die Kreativität kommt wieder!
Gestern Mittag fing es an zu regnen, endlich ist die schwüle Luft weg und vorsichtig lugten die ersten kreativen Regungen aus ihrem Sommerversteck :-). Also hab ich mich mal flugs an meine Stickfee gesetzt. Die allerdings schmollte vor sich hin, weil ich sie so lange vernachlässigt hatte. Schmollen ist nicht der richtige Ausdruck, sie zickte, aber wie! Gefühlte 100mal riss immer wieder der Faden, mein Geduldsfaden aber nicht. Ich ließ mich nicht aus der Ruhe bringen und machte weiter, bis mir die Sticknadel um die Ohren flog, weil sie abgebrochen war. Als die zickende Stickfee mehrmals hintereinander Fadensalat produzierte, reichte es mir und ich drohte ihr an, sie zu entsorgen, fädelte mein neues Stickgarn von Aurifil ein und ... siehe da, von nun an tat Stickfee brav was sie sollte. 
An dieser Stelle hatte ich ja schon einmal über das wunderbare Garn berichtet (hier könnt Ihr noch mehr darüber lesen) und kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass Garn tatsächlich einen Unterschied macht und Garn nicht gleich Garn ist, wobei ich damit nicht sagen will, dass das, was ich bisher verwendet habe (Madeira), schlecht ist. Nein, das ist es ganz und gar nicht, denn ich bin und war damit zufrieden. Nachdem ich in letzter Zeit jedoch so einiges mit dem Aurifil-Garn gemacht habe, hat mich das immer mehr überzeugt. Es fängt bei so Kleinigkeiten an wie Faden einfädeln an (meine große Stickfee hat im Gegensatz zur kleinen Nadelfee leider keinen automatischen Einfädler - das vermisse ich wirklich sehr). Aurifil lässt sich sehr gut einfädeln und was für mich auffällig ist: Es ist mir bisher noch kein einziges Mal gerissen! Leider passiert mir das mit dem Madeira-Garn öfters und das nervt, wenn das beim Sticken gleich mehrmals hintereinander passiert. Deshalb werde ich Stickgarn, was demnächst zu Ende geht, nach und nach durch Aurifil ersetzen. 

Aber jetzt wollt Ihr sicherlich sehen, was ich gestern gemacht habe. Mir fehlte noch ein Flaschenuntersetzer, also habe ich in meinem Stickdatei-Fundus gesucht und wurde fündig. Normalerweise drucke ich die Dateien aus und hefte sie ab, damit ich weiß, wie sie ungefähr aussehen. Auf dem Display der Stickmaschine ist das nämlich oftmals nur schwer zu erkennen. Bei der, die ich gestern verwendet habe, hatte ich das Ausdrucken offensichtlich vergessen. Macht ja nix, dachte ich. Ist ja nur ein Untersetzer - naja, ich hatte nicht darauf geachtet, dass das Stickbild aus 26.000 Stichen bestand... Es dauerte und dauerte, bis es endlich fertig war. Aber ich find´s toll und werde die anderen Dateien sicherlich demnächst auch noch ausprobieren. 

Der Untersetzer hat einen Durchmesser von ca. 14,5 cm



Was mir immer noch nicht richtig gelingt ist, die fertigen Untersetzer schön rund auszuschneiden. Ich mach das ja immer mit der Zackenschere, aber trotz eingezeichnetem Rand gibts immer wieder kleine Unebenheiten. Alternativ könnte man das Stickbild natürlich auch mit Hilfe einer aufgelegten Schablone und eines Cutmessers ausschneiden, aber mir gefällt der gezackte Rand einfach besser. Wie macht Ihr das denn?

09.08.2014

MINI

Auch wenn meine Blogeinträge zur Zeit selten geworden sind und ich mich auch bei Kommentaren recht rar mache: Mich gibt´s noch. 
Vielen von Euch geht es ja ähnlich, Rückzug bzw. Blogpausen sind angesagt und manchmal verschwindet auch mancher Blog ganz.
Ich habe momentan auch nicht viel Kreatives zu zeigen, weil ich jetzt im Sommer nur ganz selten an meiner Stickfee sitze, sondern mich stattdessen viel lieber im Garten aufhalte. Das wird sich sicherlich bei fallenden Temperaturen und herbstlicher Witterung demnächst irgendwann wieder ändern. 

In letzter Zeit war ich öfters bei Mutter Glasperlengarten, die erneut am Arm operiert wurde und die deshalb Hilfe brauchte. Die eingesetzte Platte und sämtliche Schrauben wurden entfernt und wir hoffen nun, dass sie ihren Arm trotz Einschränkung bald wieder gut bewegen kann.
Während dieser Zeit habe ich jeden Tag mehrmals den Nachwuchs im Garten meines Bruders besucht. Dort ist nämlich vor wenigen Wochen Mama Ente samt Entenkindern auf dem Gartenteich eingezogen. Eines der kleinen Entchen ist gleich in den ersten Nächten einem Marder zum Opfer gefallen, die verbliebenen sechs Federknäuele sind putzmunter und freuen sich ihres Lebens. Das haben sie nicht nur der erhöhten Aufmerksamkeit ihrer Mama, sondern auch meinem Bruder zu verdanken, der sie über eine Woche lang jede Nacht bewacht hat.




Knapp vier Wochen sind sie jetzt alt und mächtig gewachsen. Nur eines ist klein geblieben, ist nur halb so groß wie seine Geschwister. Lustig sieht das aus, wenn das kleine Entchen neben seinen "großen" Geschwistern zum Futter watschelt. Weil seine Größe so markant ist, hatte es natürlich sofort seinen Spitznamen weg: "MINI"! Dass Enten schwimmen und tauchen ist ja nun nicht gerade neu :-), aber MINI hält sich fast nur unter Wasser auf und taucht unentwegt kreuz und quer durch den Teich. Zum kurzen Luftschnappen kommt sie nach oben und ist "schwups" im nächsten Moment schon wieder untergetaucht. Stundenlang kann man am Teichrand stehen und ihnen zusehen. Entspannung pur, sage ich Euch!

Das ist die stolze Enten-Mama

Eines der großen Entengeschwister - Das wachsende Federkleid kann man schon gut erkennen.
 
Und das ist MINI, die immer noch keine Anstalten macht, zu wachsen.
Ich bin gespannt, wie es Familie Ente geht, wenn ich demnächst wieder hinfahre. Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden die Kleinen die ersten Flugversuche machen und eines Tages werden sie dann weg sein. Was aus dem von allen geliebten MINI wird, das bleibt besonders spannend. Ich erzähle Euch ein anderes Mal mehr darüber, wenn Ihr wollt.

30.07.2014

Aus der Versenkung

und somit aus meiner kleinen Blogpause tauche ich heute mal auf, weil ich Euch unbedingt etwas zeigen will:


Nein, wir sind nicht im Urlaub und haben auch kein Wildgehege oder ähnliches besucht. Die Rehfamilie (ein Reh fehlt hier noch auf dem Bild) kommt fast jeden Tag in den Garten von Mutter Glasperlengarten! Und nicht, dass Ihr jetzt denkt, dass sie im Wald oder so wohnt. Es ist eine dicht besiedelte Wohngegend mit viel Grün und einem ganz kleinen Lärchenwäldchen, das Ihr auf dem Bild im Hintergrund seht. Offensichtlich haben die Rehe ein weitaus längeres Wohnrecht und benutzen über viele Generationen hinweg immer noch ihre alten Familienpfade. Es sind ja wunderschöne Tiere, sie haben aber auch schon einigen Schaden im Garten angerichtet: Rosen, Himbeeren, Obstbäume, Gemüsepflanzen und Blumen haben sie sich schmecken lassen, und das ist dann nicht mehr ganz so lustig. Dennoch: ein herrlicher Anblick ist das, oder?

23.07.2014

Ob kurz oder lang...

das weiß ich noch nicht. Aber mir geht es momentan wie vielen anderen Bloggerinnen auch: Die Puste zum Bloggen ist mir ein bisschen ausgegangen. Ich mag auch nicht dauernd nur über den Garten schreiben.
Kreativ bin ich augenblicklich auch nicht so viel, so dass es auf diesem Gebiet ebenfalls nicht viel Neues zu berichten gibt. Ich weiß ja, dass hier niemand gezwungen wird, etwas zu schreiben, aber ich bin mir sicher, dass es Euch hin und wieder ergeht wie mir: Man macht sich selbst Druck, weil man denkt, man müsste doch mal endlich wieder...
Kurz und gut: Es ist Zeit für eine Pause, die Seele baumeln lassen, vielleicht auch neue Wege entdecken und alte hinter sich lassen.
Es wird also hier jetzt erst mal ein bisschen ruhig werden, aber ich komme wieder, versprochen!

21.07.2014

Bodenschätze und Ausgrabungen...

Hallo, ich bin´s mal wieder. Weil der Sir viel zu faul zum Schreiben ist, muss ich Euch das Neueste erzählen. Ihr denkt, dass bei dem heißen Wetter doch gar nicht viel passiert sein kann? Ha, da kennt Ihr mich aber schlecht. Naja, gestern war es mir ja auch zu heiß und ich habe stundenlang auf meiner kühlen Fensterbank verbracht und fast den ganzen Tag verdöst. Am Spätnachmittag bin ich dann mal rausgegangen. Ich musste ja gucken, ob alles in Ordnung ist und ob sich niemand während meiner Abwesenheit an meinem neuen Geheimnisprojekt zu schaffen gemacht hat. Ich fand aber zum Glück alles so vor, wie ich es am Abend zuvor verlassen hatte. Geheimnisse darf man ja eigentlich nicht verraten, aber da ich weiß, dass Ihr verschwiegen seid, kann ich es Euch ja erzählen. Ich bin nämlich einem großen Schatz auf der Spur. Eine Bericht im Fernsehen neulich hat mich drauf gebracht, dass es so etwas vielleicht auch in meinem Garten geben könnte. Also hab ich heimlich einen Plan gemacht und als ich alleine war, einfach losgelegt. Im Gegensatz zu denen aus dem Fernsehbericht brauchte ich keine großen Geräte zum buddeln, ich hab ja schließlich Pfoten. Kurz: Ich habe eine erste Probebohrung gemacht, nachdem ich mir eine geeignete Stelle ausgesucht hatte:



Das Ergebnis war schon mal gut und sah vielversprechend aus:


Zur Absicherung hab ich ein Stückchen weiter noch eine zweite Bohrung gemacht und dann war ich restlos davon überzeugt, dass da in der Erde unter meiner Wiese ein großer Schatz liegen muss. Gold? Silber? Vielleicht sogar Diamanten? Meine Dosis meinen ja, mein Phantasieschatz wäre eine Mäusekolonie, aber das glaube ich ihnen nicht. Ich hab nämlich mit meinen Pfoten vorsichtshalber in beiden Löchern geangelt und auch gerufen, wenn da jemand außer mir buddelt, der soll sofort rauskommen. Es kam natürlich niemand, auch keine Maus und dann hab ich mit meiner Schatzsuche an einer anderen Stelle richtig losgelegt. War ganz schön schwierig und ich musste alle meine Pfoten einsetzen. Mit den Hinterpfoten hab ich den Erdhaufen weggescharrt. Leider hat mich Dosine dabei erwischt, weil der ganze Dreck und das Gras auf dem Gartenweg gelandet war. Hmm, dumm gelaufen, aber mein Loch ist mittlerweile schon ganz schön groß:



Ich bin dann mal wieder weg, muss weiterbuddeln, um Dosine zu beweisen, dass ich ein prima Schatzsucher bin. Vielleicht kann ich ihr bald anstelle einer Maus einen Goldfund oder so auf die Matte legen.




19.07.2014

Heißes Wochenende

Erst mal möchte ich mich bei Euch für all die lieben Genesungswünsche bedanken. Sie haben geholfen und mir geht es wieder recht gut. Alles in allem habe ich ja irgendwie noch Glück gehabt, dass es mich nicht dieses Wochenende bei der Gluthitze erwischt hat. 
Wir haben jetzt schon 25° und das Thermometer klettert munter weiter. Gut, dass es Ventilatoren gibt, da hat man wenigstens ein bisschen das Gefühl, dass es noch kühlere Luftbewegungen gibt als diese Backofenhitze. Für morgen sind hier schon wieder schwere Unwetter angesagt. Da kann man nur hoffen, dass es nicht so schlimm kommt, wie vorhergesagt. 
Gestern habe ich meine restlichen Schmetterlinge auf meine Quiltdecke genäht - mit der Hand. Am Tag zuvor, als ich den ersten mit der Nadelfee aufnähte, bekam ich nämlich schon den ersten Vorgeschmack, was das für eine Wurschtelei mit dem vielen Stoff ist. Das wird ja heiter, wenn es ans Quilten geht, denn dann hab ich ja nicht nur das Oberteil, sondern insgesamt drei Lagen. Ihr werdet es vielleicht nicht glauben, aber die ersten Gedanken ans Handquilten haben sich eingeschlichen... 
Bei diesem Wetter wird alles Kreative jetzt sowieso mehr oder weniger ruhen, es ist mir viel zu warm dafür, zumal mein Nähzimmer auf der Südseite liegt. Das ist im Winter fein, aber bei den augenblicklichen Temperaturen kann selbst der Ventilator dort nichts mehr angenehm machen.


Habt ein schönes Wochenende und lasst es Euch gut gehen!