23.04.2014

Gartenjagd

Bevor es zu irgendwelchen Missverständnissen kommt: Ich habe nichts, wirklich rein gar nichts für die Jagd übrig. Aber wenn so fiese kleine schleimige Monster im Schutz der Dunkelheit meine Pflanzen im Beet angreifen und sie Nacht für Nacht in kleinen oder größeren Mengen verspeisen, dann werde ich ungemütlich. In diesem Jahr scheinen die Schneckenbiester sich auch noch unsichtbar zu tarnen, ich hatte bisher nämlich noch keine einzige im Beet entdecken können. Normalerweise kommen sie ja gegen Abend aus ihren Verstecken und gucken schon mal, an welch opulent gedeckter Tafel sie die nächtlichen Stunden verbringen können. Keine einzige ließ sich blicken, dafür war morgens ein Teil meiner neu gepflanzten Stauden weg und kahle Stengel reckten sich der Morgensonne entgegen. Ein Anblick zum Weinen. Ob die schöne weiße Glockenblume jemals blühen wird, wage ich zu bezweifeln. Nach dem gestrigen Regen fand ich heute Morgen dann auch einige vollgefressene winzige Schleimlinge, die ich sofort aus dem Schlaraffenland entfernt habe. Wenn Ihr einen wirksamen Trick habt, wie ich diese Biester in Zukunft von meiner geplanten Blüten- und Pflanzenpracht entfernt halten kann, dann her damit. 

Gestern habe ich das Beet mit etwas Gartendeko aufgehübscht. Ihr wisst ja, dass ich Glas liebe, also kamen bunte Glasstecker und eine wunderschöne getöpferte Gartenstele ins Beet und voilà, sofort sah es viel hübscher und ansprechender aus.







Das Beet hat inzwischen auch eine Umrandung bekommen, so dass das leidliche Kantenbegradigen im Frühjahr nun entfällt.



In dem Topf, den Ihr hinten im Beet seht, steht noch die Felsenbirne - mein Beetproblem. Ich habe sie noch nicht ausgepflanzt, da ich mir immer noch nicht sicher bin, ob sie ins Beet passt. Ich wollte ja einen Baum haben und hatte mich aus diversen Gründen von meinem Kugelbaumtraum verabschiedet und mich für eine Felsenbirne entschieden. Geplant war, diese als Baum zu erziehen, damit unter der Krone noch genügend Licht und Platz für andere Pflanzen bleibt, aber genau das geht mit dieser Pflanze nicht, denn sie hat gar keinen Hauptstamm mit Seitenästen, sondern stattdessen zahlreiche Triebe, die direkt aus der Erde wachsen. Wenn sie dort stehen bleibt, wird das ein großer Busch werden, der irgendwann einigen Platz vom jetzt noch groß wirkenden Beet wegnehmen wird. Hmm, inzwischen habe ich herausgefunden, dass es die Felsenbirne auch als Hochstamm gibt und nun überlege ich, den Busch aus dem Beet an einen anderen Platz zu pflanzen, wo er auch sehr gut hinpassen würde. Ein bisschen bin ich noch verunsichert durch die Tatsache, dass dieser Strauch eine mehltauressistente Felsenbirnenart ist, es den Hochstamm aber nur als Kupfer-Felsenbirne gibt. Und die bekommt schon mal Mehltau. Was nun? Dass die Möglichkeit eines Mehltaubefalls besteht heißt ja nicht, dass es auch so kommen muss. Hat jemand von Euch eine Felsenbirne im Garten und Erfahrungen damit?


18.04.2014

Ostergarten

Das neue Beet ist nun fertig bepflanzt. Gestern Mittag kamen die bestellten Sträucher und Stauden, also hieß es: Ab in den Garten. Das Wetter war ja herrlich, wir hatten strahlenden Sonnenschein und die Temperaturen waren nach den beiden vorangegangenen Frostnächten angenehm warm. Die letzte Nacht war nicht mehr ganz so kalt wie die davor, da hatte es hier bei uns ziemlich gefroren und es gab einige Frostschäden im Garten. Die Töpfe von der Terrasse hatte ich zum Glück abends ins Haus geräumt, aber die Obstbaumblüte hat es erwischt, insbesondere die Kirschen. Ich hoffe, der Schaden ist nicht allzu groß.

Ein Glück, dass ich gestern beim Pflanzen eine große Hilfe hatte, guckt hier:



Der kleine Gartenheld war nachher rechtschaffend müde und musste sich dann erst mal in der Sonne ausruhen:



Obwohl jetzt etliche Pflanzen in das neue Beet eingezogen sind, sieht das immer noch recht kahl aus. Aber ich denke, in wenigen Wochen wird sich das Bild dann geändert haben, wenn die grünen Bewohner angewachsen sind. Ich hoffe, sie fühlen sich alle in ihrem neuen Zuhause wohl, aber das wird sich ja im Laufe der nächsten Monate zeigen. Und demnächst gibt es dann auch mal ein paar Bilder.

Jetzt wünsche ich Euch allen ein wunderschönes Osterfest, genießt die Tage und den bunten Blütenrausch im Garten.


14.04.2014

Kalte Ohren ...

nicht etwa, weil es draußen wieder recht kalt geworden ist, sondern das Fieber ist weg! Das wurde auch Zeit, denn sonst wären mir sicherlich eines Tages noch die Öhrchen abgefallen, weil Dosine da immer gefühlt hat, ob ich Fieber habe. 
Wirklich, es geht mir wieder gut, der Appetit ist noch nicht wieder richtig da, aber ansonsten bin ich munter wie ein Fisch im Wasser. Nachdem ich Dosine beim ersten Morgengrauen geweckt hatte, weil ich beschmust werden und spielen wollte, glaubt sie jetzt auch endlich, dass ich wieder gesund bin. Um sie endgültig davon zu überzeugen, habe ich so richtig aufgedreht und bin mit blitzenden Augen und gebogenem Schwanz durch mein Haus gerast, hab mich versteckt und dann habe ich sie erschreckt. Hihi, sie quietscht dann immer so schön, wenn ich aus meinem Versteck hervorgeschossen komme und an ihren Beinen hochspringe... 
Ganz lieben Dank möchte ich Euch auch für alle Eure lieben Genesungswünsche schnurren! Dass die geholfen haben, habt Ihr ja gerade gelesen. Kranksein ist wirklich doof, auch wenn man da extra Streicheleinheiten bekommt.
 
Jetzt habe ich aber keine Zeit mehr zum weiterschreiben, muss wieder raus in den Garten und gucken, was da los ist. Bei uns ist richtiges Aprilwetter und vorhin hat es ganz fürchterlich geregnet, jetzt scheint wieder die Sonne. Vielleicht können meine Dosenöffner ja nachher endlich mein neues Beet fertig bepflanzen. Da stehen nämlich schon Töpfe mit Pflänzchen. Wenn sie keine Zeit haben, könnte ich ja schon mal damit anfangen, zumindest Löcher könnte ich graben, oder lieber nicht? 









PS:

Auch von mir schnell noch ein paar Zeilen. 
Wir sind froh, dass zumindest die kleine Nervensäge wieder putzmunter und das Fieber verschwunden ist. Langsam fängt er auch wieder an zu fressen. Seit dem es ihm besser geht, kann man ihn auch nicht mehr im Haus halten. Er versucht alles, aber wirklich alles, um rauszukommen und dabei ist sein nervtötendes Geschrei seine beste Geheimwaffe :-))). 

Mutter Glasperlengarten erholt sich nur ganz, ganz langsam von den Strapazen der OP. Mit fast 87 ist das gar nicht so leicht. Nach wie vor haben wir alle die Hoffnung, dass sie irgendwann ihren Arm mit den nunmehr 11 Schrauben (!) wieder ein bisschen gebrauchen kann. Bis dahin wird es aber noch ein langer, schmerzhafter und belastender Weg werden.

Vielleicht komme ich demnächst ja wieder öfters dazu, Eure Blogs zu besuchen und auch zu kommentieren. Kreative Dinge liegen bei mir nach wie vor brach. Ich bin ja jetzt oft unterwegs und irgendwie ist mir zur Zeit auch die Lust dazu abhanden gekommen. Ich bin augenblicklich viel lieber im Garten an der frischen Luft und werkel dort vor mich hin. Das ist für mich Entspannung pur. Vorgestern ist die erste Pflanzenlieferung fürs neue Beet angekommen. Ich habe sie noch nicht eingebuddelt, will die restliche Lieferung noch abwarten. Ich denke, dann hat man einen besseren Überblick, wo welche Pflanzen in welcher Farbe am besten hinpassen.

Bis bald und habt eine schöne Osterwoche!


13.04.2014

Angeschlagen

Nachdem es mir heute endlich wieder etwas besser geht, hat Dosine gemeint, ich soll Euch mal schnell ein paar Zeilen schreiben. Ich bin zwar noch nicht wieder richtig fit und am Samstag musste ich noch mal zum Tierdoc, weil das Fieber wieder ziemlich hoch gestiegen war und meine Öhrchen nur so glühten. Fressen mochte ich auch nichts, habe fast nur geschlafen. Meine Dosenöffner waren ganz besorgt und haben mich immer wieder gestreichelt, aber selbst das wurde mir schnell zuviel und ich wollte nur meine Ruhe haben. Die nette Frau Tierdoc wusste auch nicht so recht, was mir fehlt und meinte, ich hätte irgendwo eine Entzündung. Den obligatorischen Pieks habe ich heldenhaft über mich ergehen lassen. Als wir nach Hause kamen, hatte der Dosenöffner gerade leckere Leber gekocht, da hatte ich auf einmal Hunger drauf und habe eine kleine Portion verspeist, bevor ich mich wieder hingelegt habe.



Heute Morgen ging es mir schon besser, ich hatte auch kein Fieber mehr. Aber leider ist auch mein Appetit irgendwohin verschwunden und Dosine macht sich jetzt Sorgen. Um sie zu beruhigen, habe ich dann ein wenig gefressen, handgefüttert versteht sich, ich bin schließlich krank und muss aufgepäppelt werden. Die komische Medizin, die mir Dosine heimtückisch in mein Mäulchen spritzte, habe ich im hohen Bogen ausgespuckt, iiiigitt! Sie hat aber nicht locker gelassen, mich beim zweiten mal ganz festgehalten und es noch mal versucht. Brrrr... alles hab ich nicht runtergeschluckt, aber das meiste. Als Retourkutsche habe ich dann angefangen, in den höchsten Tönen herumzubrüllen, weil ich raus in meinen Garten wollte. Eine Weile hat sie es ja noch ausgehalten, aber dann konnte sie meine schauerliche Singerei wohl nicht mehr ertragen und hat mich rausgelassen. Mir geht´s aber wirklich schon besser! Das habe ich ihr auch gesagt, aber sie glaubte mir ja nicht. Jedenfalls so lange nicht, bis ich mit gebogenem Schwanz durch den Garten gesaust bin. Jetzt darf ich erst mal ein bisschen draußen bleiben und Ihr dürft Daumen drücken, dass ich bald wieder ganz gesund bin.




10.04.2014

Aufatmen

Nach den mehr oder weniger dramatischen letzten Tagen gibt es seit heute Nachmittag nun endlich wieder ein paar Lichtblicke. Die OP ist überstanden. Es werden zwar in Zukunft nicht mehr alle Bewegungen mit dem Arm möglich sein, die Ärzte sind aber zuversichtlich, dass sie nach einem längeren Heilungsverlauf aller Voraussicht nach wieder ein fast eigenständiges Leben führen kann. Das sind erst mal vorsichtige Einschätzungen, wie es tatsächlich ausgehen wird, wird sich im Laufe der nächsten Wochen und Monate zeigen. Aber erst einmal ist bei uns allen aufatmen angesagt.
Auch an dieser Stelle möchte ich Euch noch einmal für all Eure lieben Kommentare und Genesungswünsche Danke sagen. Sie haben geholfen und wir hoffen nun, dass es in winzig kleinen Schritten Tag für Tag aufwärts geht.
Bei uns gibt es noch einen Kranken, der inzwischen aber auch schon wieder auf dem Weg der Besserung ist. Heute Vormittag musste ich mit der kleinen Nervensäge zum Tierarzt. Er fraß seit zwei Tagen immer weniger und heute Morgen wollte er nicht aufstehen. Er sah richtig mickrig und krank aus. Laut Tierärztin hat er sich vermutlich durch eine Verletzung eine Entzündung zugezogen, deshalb auch das hohe Fieber. Nach der Spritze der Tierärztin, die er am ganzen Körper zitternd klaglos über sich ergehen ließ, ging es ihm von Stunde zu Stunde besser und heute Nachmittag testete er schon mit empörtem Geschrei mein Nervenkostüm. Er war zwar dabei, als Frau Doctor sagte, Kater müsse heute im Haus bleiben, aber ernst genommen hat er das offensichtlich nicht ;-). Morgen darf er dann wieder in seinen heiß geliebten Garten.


09.04.2014

Von einer Sekunde zur anderen

ändert sich manchmal das Leben und dann ist nichts mehr so, wie es mal war. 
Auch bei uns hat das Leben auf einmal ganz andere Pläne als wir. Einfach so, von einem zum anderen Tag.
Auf meinem Blog wird es deshalb jetzt erst mal ziemlich still werden. Ich weiß noch nicht wie lange. Andere Dinge sind jetzt wichtiger, denn Mutter Glasperlengarten ist schwer gestürzt, muss operiert werden und was danach ist, wissen wir nicht.
Wundert Euch also nicht, wenn Ihr in nächster Zeit nichts bzw. nur ganz wenig von mir lesen werdet. Ich freu mich aber, wenn Ihr trotzdem meine treuen Leserinnen bleibt.

05.04.2014

Pssst ... Geheime Kontrollen

Hier bin ich schon wieder. Wer? Na, die kleine Nervensäge, wer sonst? 
Erst mal muss ich Euch ein großes Danke für all Eure lieben Kommentare schnurren. Die habe ich natürlich sofort meinen Dosenöffnern gezeigt, damit die wissen, dass Ihr mich alle so gut versteht! 



Eigentlich hatte ich erwartet, dass sie sich mit meinem Garten nun mal beeilen, damit er wieder richtig schön wird. Stattdessen habe ich unfreiwillig (ja, ich schwöre! Ich habe nicht gelauscht, wirklich nicht, nie und nimmer... Aber ich kann doch nix dafür, dass ich dösend unter einem Strauch lag und Dosine und Doserich mich nicht gesehen haben, oder?). So musste ich mit anhören, dass sie noch einen Anschlag auf meinen Garten planen. Sie wollen die alte Terrasse neu machen, also buddeln die hier weiter! Dabei haben sie das erste Chaos doch noch gar nicht wieder richtig in Ordnung gebracht. Also, so geht das nicht! 
Ich habe gestern Morgen Sir Henry vor der Haustür abgefangen und ihm erzählt, was hier los ist. Der guckt mich mit großen Augen fragend an und maunzt mir zu, dass ihn das wenig interessiere, er habe nämlich wichtigere Dinge zu tun. Klar, Verabredungen mit irgendwelchen Miezen... Und um die muss er sich dann auch noch mit anderen Katern streiten und kriegt immer mal wieder was auf die Nase, tsss...

Ha, nur weil die Milch weiß ist, übertüncht sie noch längst nicht die Kratzer auf der Nase...

Zur Ehrenrettung meiner Dosenöffner muss ich aber sagen, dass meine Dosine sich große Mühe gibt, damit mein neues Beet bald wieder richtig gut aussieht. Immer mehr Blümchen und andere Pflanzen ziehen da ein. Gestern habe ich sie schwer vergrätzt, weil ich auch ein bisschen gebuddelt habe. Ich hab zugeguckt, wie sie es macht und legte dann auch los. Schon schimpfte sie los: "Knöpfchen, lass das sein". Aber es machte Riesenspaß, wenn die Erde nach allen Seiten flog und so hab ich weitergemacht. Hmmm, ja und dann..... dann war da auf einmal ein Blümchen dabei, das durch die Luft flog. Warum pflanzt sie das auch ausgerechnet an die Stelle, wo ich buddeln wollte. An diesem Punkt habe ich es vorgezogen, lieber das Weite zu suchen. War wohl besser so... 

Dosine hat mir versprochen, dass am neuen Zaun bald ein Baum wachsen wird. Einen Kugelbaum hätte ich ja spannend gefunden, aber sie hat gemeint, der würde viel zu groß und brauchte auch zuviel Platz. Schade, aber in solch einer Kugel hätte ich mich doch prima verstecken können! Ich weiß nicht, ob ich es richtig verstanden habe, sie hat irgendwas von einer Felsenbirne erzählt. Finde ich ja seltsam, denn in meinem neuen Beet ist überhaupt kein Fels und Birnen mag ich auch nicht. Wenn sie wenigstens einen Mäusebaum genommen hätte! Aber sie hat mir versprochen, das würde ein sehr schöner Baum werden. Schon wurde ich gleich wieder stutzig: Wieso "werden"??? Heißt das etwa, das ist noch gar kein Baum und ich kann da nicht drin herumklettern, weil der erst noch wachsen muss? Das allerdings fände ich gemein, das ist Schummelei und das macht man mit kleinen Katern nicht. Und dann hat sie noch gesagt, ich hätte doch genügend andere große Bäume, auf die ich klettern könnte. Stimmt, aber die kenn ich doch schon alle. Naja, ich warte jetzt mal ab. Protestieren kann ich ja dann immer noch, wenn es mir nicht gefällt. Die Frage ist nur, ob es etwas nutzt...

Da draußen im Garten tut sich wieder was, ich bin dann mal weg, muss gucken, was meine Dosenöffner jetzt schon wieder anstellen ohne mich zu fragen.




PS: Ich sag´s doch, hier kann man nicht Augen und Ohren genug haben. Da sause ich alarmiert in meinen Garten und was ist? Die haben meinen schönen Haufen Erde platt gemacht! Angeblich mussten sie den einebnen, weil sie bald neuen Rasen säen wollen. Und wo soll ich jetzt spielen und mich in staubiger Erde wälzen? Das macht immer einen Mordspaß, wenn ich in den großen Haufen springe und die Krümel zu allen Seiten spritzen. Dass ich anschließend ganz verstaubt aussehe... pah, geschenkt. Das muss so sein!
Mauuuuunz, ich glaube, Ihr solltet mal ein ernstes Wörtchen mit meinen Dosenöffnern reden! Bitte!

03.04.2014

Kontrolle auf vier Pfoten...

Ja, ich bin´s! Die kleine Nervensäge! 
Schon lange habt Ihr nichts mehr von mir und Sir Henry gehört bzw. gelesen. Ich glaube, der Henry hat eh keine Lust mehr zum Schreiben, der ist ja auch so gut wie immer unterwegs und kommt nur noch kurz zum Fressen vorbei. Deshalb kriegt der meistens gar nicht mit, was hier so alles passiert. 
Die Dosenöffner haben nämlich meinen schönen Garten mit den vielen Verstecken unter Büschen und Bäumen total verunstaltet! Das geht doch nicht! Das ist schließlich mein Garten und da können die doch nicht einfach machen, was sie wollen, oder? Aber meine Dosine ist ja eigentlich völlig unschuldig, denn sie war gar nicht zuhause, als hier reihenweise mit lautem Getöse meine Bäume umkippten. Ich war heilfroh, dass sie nicht der Schlag traf, als sie nach Hause kam und die Bescherung sah. 
Aber futsch ist futsch und nun hab ich hier die Bau- und Gartenaufsicht übernommen. Wer weiß, was den Dosis nämlich sonst noch alles einfällt... Von morgens bis abends patroulliere ich jetzt durch den Garten und passe auf, dass sie ihn wenigstens wieder halbwegs katergerecht herstellen. 

Für den Fall, dass mein Garten nicht bald wieder richtig schön bepflanzt ist, so dass ich mich endlich wieder verstecken kann, habe ich mir ein kleines Hilfsmittel zugelegt, mit denen ich meinen Dosenöffnern auf die Sprünge helfen kann... hihi


Dass meine Aufsicht dringend erforderlich ist, könnt Ihr hier sehen:

Ich bin fassungslos! Wie sieht denn das hier aus? Die haben doch gemurkst!

Überall liegen hier Erdhaufen herum. Die müssen weg. Ich will es grün haben und nicht solch eine Wüste!

Mein Job als Aufpasser hat schon ein wenig geholfen, denn meine Dosine hat schon ein paar Blümchen und andere Pflanzen ins neue Beet gesetzt. Ist auch besser so, denn dann fallen die Löcher von meinem neuen Freiluft-Katerklo nicht so auf... Ich versuche ja immer, akribisch meine Spuren zu verwischen, aber nicht immer gelingt mir das. 

So, ich hab jetzt keine Zeit mehr zum weiterschreiben, denn ich muss in den Garten und aufpassen, was heute dort so alles vor sich geht.
Hmm, meine Dosine fragt mich gerade, ob ich Euch schon meinen nächtlichen Ausflug gebeichtet habe. Ich dachte immer, man darf nicht petzen??? Wieso darf sie das dann? Außerdem hab ich jetzt keine Zeit mehr, ich hab schließlich einen wichtigen Job! Vielleicht erzähl ich Euch davon beim nächsten Mal. Jetzt bin ich nämlich erst mal weg...



02.04.2014

Schritt für Schritt

und Tag für Tag verändert sich etwas im umgestalteten Garten. Gestern Abend sah es so aus:

Das ist die Sicht von der anderen Beetseite (wo das Gartenhaus steht). Allmählich wird´s immer schöner und "gartenwohnlicher" :-)


Ich bin im Gartenmarkt gewesen und wollte mal gucken, was es so alles gibt und was in Frage kommt, wobei mir schon vorher klar war, dass ich bestimmt nicht ohne Pflanzen nach Hause kommen würde. 
Gestern hatte ich eine "weiße Phase" und so durften Glockenblume, gefüllte Pfingstrose und Tränendes Herz ins neue Beet einziehen. Abends habe ich mich noch lange mit dem neuen Baum beschäftigt und noch immer fällt mir die Entscheidung schwer, ob es nun die Felsenbirne oder doch ein Kugelahorn werden soll. Ich muss mich noch ein wenig mit dem Für und Wider beschäftigen und vielleicht findet sich ja als Alternative noch ein anderer und besser geeigneter Platz im Garten für meinen Kugelbaumwunsch...

Ihr könnt Euch denken, dass ich augenblicklich zu kreativen Dingen an der Nähmaschine so gut wie nicht komme. Meine Kreativitität tobe ich jetzt im Garten aus. Aber irgendwann wird es ja auch mal wieder regnen (der Garten könnte es dringend gebrauchen, es ist schon viel zu trocken) und dann ist wieder die Nadelfee dran. Sie muss jetzt warten.

01.04.2014

Aus Schatten wird Licht

oder jedenfalls so ähnlich.
Ziemlich hell ist es in unserem Garten geworden, seit dem die zum Teil morschen Tannen/Fichten gefällt wurden. Erstaunlich, wie sich ein Garten innerhalb kürzester Zeit dermaßen verändern kann. Mittlerweile haben wir den Anschluss an die bereits bestehende Hecke gepflanzt, der neue Zaun steht und auch das neue große Beet davor ist pflanzfertig. Mein selbstgezogenes Mandelbäumchen aus meinem Inselurlaub vom letzten Jahr ist am Wochenende dort als erstes eingezogen. Bin gespannt, ob es sich an seinem neuem Standort wohl fühlt. 

So sah es nach der Bäumfällaktion aus


Und so sieht es augenblicklich aus. Hinter der kleinen Eibe rechts schließt sich die Hecke an.

Das alte Beet am Weg mit der kleinen Kompostecke habe ich vom wuchernden Efeu befreit und ganz neu gestaltet. Nur die alte Rose, das Tränende Herz und die Hortensie durften stehen bleiben. Und die selbst gezogenen Azaleenbüsche natürlich auch. Sie haben inzwischen eine stattliche Höhe erreicht und erfreuen uns in jedem Frühling mit einer berauschenden Blütenpracht in rosa und rot. Ich denke, auch sie werden in Zukunft noch mehr von den veränderten Lichtverhältnissen profitieren.

Als nächstes geht es nun an die Bepflanzung. Rhododendron, Rispenhortensien und vielleicht noch eine andere Hortensienart, Hibiscus, Schmetterlingsstrauch und eventuell ein Harlekinstämmchen sollen auf jeden Fall ins neue Beet. Alles andere wird sich dann noch finden. Stauden, die sich für diesen Standort eigenen, gibt es ja zum Glück genug.
Nur mit meinem Wunschbaum bin ich jetzt ins Grübeln geraten. Der Baumschulchef, der uns die Heckenpflanzen geliefert hatte, meinte nämlich, der von mir so sehr favorisierte Ahornkugelbaum würde zum einen zu hoch und zum anderen wegen seiner strengen Wuchsform auch nicht so richtig zur übrigen eher lockeren Gartenbepflanzung passen. In seinem Betrieb hatte er mir bei meinem Besuch eine Felsenbirne gezeigt, die mir auch sehr gut gefiel. Noch fällt es mir schwer, mich von meinem Kugelbaum-Traum zu verabschieden, aber ich denke immer mehr, der Baumchef hat recht und ein locker wachsender Baum würde besser ins Beet passen.



Vielleicht ist Euch ja schon aufgefallen, dass es auf meinem Blog in der rechten Seitenleiste das Schmetterlingsbild nicht mehr gibt. Näheres könnt Ihr hier lesen.

Ich bin jetzt mal wieder weg, ab in den Garten...